Änderungen in der Straßenverkehrsordnung treten in Kraft

Ab dem 1. September 2009 gibt es Änderungen auf den Straßen. Dann tritt eine Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Vor allem für Fahrradwege und -Straßen gibt es Neuerungen. Auch bei den Straßenschildern tut sich was.
Neu ab 1. September 2009: Wo dieses Schild steht, dürfen Inliner auf Straßen und Radwegen fahren. (Bild: BASt)
Neu ab 1. September 2009: Wo dieses Schild steht, dürfen Inliner auf Straßen und Radwegen fahren. (Bild: BASt)

Am 1. September 2009 treten einige Änderungen der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Vor allem für den Fahrradverkehr gibt es Neuerungen. Die wichtigsten Veränderungen haben wir zusammengestellt:

> Bauliche Radwege und Fahrradstreifen auf der Fahrbahn sind nun gleichgestellt.

> Städte und Kommunen können künftig Einbahnstraßen einfacher für den Fahrradverkehr in beide Richtungen öffnen. Auf den Straßen muss eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h vorgeschrieben sein und die Straßen müssen breit genug sein.

> In Fahrradstraßen gilt künftig Tempo 30. Bisher hieß es in der StVO nur, dass die Verkehrsteilnehmer mit "mäßiger Geschwindigkeit" fahren dürfen. Das führte in der Vergangenheit zu Unklarheiten.

Der "Schilderwald" lichtet sich ...

Zudem wird ab dem 1. September der "Schilderwald" gelichtet. Dabei handelt es sich um einige Gefahrenzeichen, die vor Eisglätte, Split/Schotter, Steinschlag, Flugbetrieb oder Tieren warenen. Sie dürfen allerdings weiter als "Sinnbilder" an Gefahrenstellen verwendet werden. Entfallen werden künftig auch Gefahrenzeichen, die auf einen beschrankten Bahnübergang hinweisen. Hier sollen ab 1. September nur noch solche Zeichen verwendet werden, auf denen ein herannahender Zug abgebildet ist.

... und bekommt Zuwachs

Es kommen aber auch ganz neue Schilder hinzu:

> Parkraumbewirtschaftungszone

> durchlässige Sackgasse (für Radfahrer und Fußgänger)

> Inlineskater und Rollschuhfahrer frei

Das Schild für Inlineskater schafft eine visuelle Klärung. Wo es steht, dürfen sie in Zukunft auf Radwegen, Fahrradstraßen oder am Fahrbahnrand fahren. Sie müssen dabei allerdings äußerste Vorsicht walten lassen und den übrigen Verkehr beachten. Zudem dürfen sie nicht das Überholen von Fahrzeugen und Fahrrädern behindern.

Bußgeld bei Missachtung

Mit dem Inliner-Schild einher geht auch eine neue Verordnung zum Bußgeldkatalog: Inlineskater, die Fahrbahn oder Radweg unzulässig benutzen oder auf den neu markierten Strecken keine besondere Rücksicht nehmen, müssen künftig ein Bußgeld von 10 Euro zahlen. Bei besonderer Gefährdung kostet der Verstoß 20 Euro. Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV, begrüßte die klareren Regeln insbesondere für Inliner. "Bei vielen Verkehrsteilnehmern herrschte bisher Unklarheit, wo Inliner fahren dürfen. Auch bei den Skatern selbst. Das Schild schafft nun hoffentlich Klarheit. Allerdings müssen Verstöße dagegen auch geahndet werden."

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