Neues Thema "Druck": TÜV Kids bauen im Unterricht jetzt eine Hebebühne

Druck bringt Schüler nur selten voran. Doch im Fall von TÜV Kids ist das anders: Die ausgezeichnete Technik-Initiative des TÜV Hessen schickt ab sofort ihre Trainer mit dem neuen Thema "Druck" in Hessens vierte Grundschulklassen. Unter Anleitung bauen Schüler eine mit Luftdruck betriebene Hebebühne, mit der sich auch nach der Doppelstunde weiter experimentieren können: Die Kinder dürfen das Modell mit nach Hause nehmen, für Schulen ist die Teilnahme kostenlos. Seit ihrem Start im März 2007 hat sich TÜV Kids zur Erfolgsgeschichte entwickelt: die Hälfte aller hessischen Grundschulen mit mehr als 32.000 Mädchen und Jungen hat bereits teilgenommen. Kultusminister Jürgen Banzer würdigte das Engagement bei einer Pressekonferenz an der Heinrich-Heine-Grundschule in Darmstadt und übernahm die Schirmherrschaft.
Bild: TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Bild: TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH

Druck bringt Schüler nur selten voran. Doch im Fall von TÜV Kids ist das anders: Die ausgezeichnete Technik-Initiative des TÜV Hessen schickt ab sofort ihre Trainer mit dem neuen Thema "Druck" in Hessens vierte Grundschulklassen. Unter Anleitung bauen Schüler eine mit Luftdruck betriebene Hebebühne, mit der sich auch nach der Doppelstunde weiter experimentieren können: Die Kinder dürfen das Modell mit nach Hause nehmen, für Schulen ist die Teilnahme kostenlos. Seit ihrem Start im März 2007 hat sich TÜV Kids zur Erfolgsgeschichte entwickelt: die Hälfte aller hessischen Grundschulen mit mehr als 32.000 Mädchen und Jungen hat bereits teilgenommen. Kultusminister Jürgen Banzer würdigte das Engagement bei einer Pressekonferenz an der Heinrich-Heine-Grundschule in Darmstadt und übernahm die Schirmherrschaft.

Die Initiative TÜV Kids zeigt, wie Kinder spielerisch mit Technik in Kontakt kommen können. Das Medizintechnik- und Pharma-Unternehmen B. Braun Melsungen AG unterstützt ab diesem Jahr als Partner das Angebot, womit auch das inhaltliche Versuchsspektrum (von Strommessung zu Druckerzeugung) erweitert wird. Dies erklärte Staatsminister Jürgen Banzer am 12. September bei einer Pressekonferenz an der Heinrich-Heine-Grundschule in Darmstadt. „Technik altersgerecht selbst erforschen, entdecken und erleben, so lässt sich die Initiative des TÜV Hessen zusammenfassen. Die Schirmherrschaft für diese Initiative übernehme ich sehr gerne, da ich mir wünsche, dass noch viel mehr Schülerinnen und Schüler in Hessen von ihr profitieren können“, sagt Staatsminister Jürgen Banzer.

Zielgruppe sind die vierten Klassen der hessischen Grundschulen, die sich klassenweise in einer kostenlosen Doppelstunde mit ihrer Lehrkraft und einem TÜV Kids Trainer spielerisch mit Technik auseinandersetzen können. Seit Beginn der auf zweieinhalb Jahre festgelegten Initiative im März 2007 hat nahezu die Hälfte aller hessischen Grundschulen mit mehr als 32.000 Mädchen und Jungen das Lernerlebnis TÜV Kids wahrgenommen. Schulen bzw. Lehrkräfte können sich unbürokratisch unter www.tuev-kids.de anmelden.

„TÜV Kids begeistert Schüler und Lehrer gleichermaßen“, weiß Dr. Wolfgang Gehrke, Geschäftsführer des TÜV Hessen. Der TÜV Hessen startete die Initiative TÜV Kids im Frühjahr 2007. Sie war eine Reaktion auf die Tatsache, dass das Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend Ingenieure fand. „Wir wollen Kinder früh für Technik begeistern. Sie sollen merken, dass Technik und Naturwissenschaften spannend und ziemlich einfach zu verstehen sind.“ Die Lehrer freuen sich über neue Anregungen und auch neue Gesichter im Unterricht. „Immer wieder erklären uns die Lehrer, dass „Experten von außerhalb“ für die Kinder ein Ansporn sind, gut mitzuarbeiten“, so Gehrke.

Bisher wurden im Rahmen dieser Doppelstunde aus einfachsten Alltagsgegenständen wie Batterien, Holzplatten und Draht Schaltkreise gebastelt. Die Viertklässler können auf diese Weise spielerisch die Funktion und Wirkungsweise von Strom kennen lernen. Ab dem neuen Schuljahr gibt es mit dem aktuellen Versuch zum Thema Druck einen weiteren Bereich der Technik, dem die Kinder selbsttätig begegnen können. Sie bauen mit Spritzen, Schläuchen und weiteren Materialien eine Hebebühne für Spielzeuuegautos. „Ich drücke die Luft hier weg, dann drückt sie die Bühne nach oben“. Diese Kinder haben das Prinzip der Pneumatik verstanden. Einige rechnen sogar aus, wie groß das Volumen der Steuerungsspritze sein muss, die die Hebebühne bewegt – und vergessen dabei auch den Schlauch nicht, der die Spritzen miteinander verbindet.

Der neue Versuch ist anspruchsvoller gestaltet. Manfred Weller, pädagogischer Leiter von TÜV Kids, gibt damit den Kindern eine Möglichkeit, mit verschiedenen Werkzeugen zu arbeiten. „Die Kinder benötigen nun neben einem Hammer auch Schraubendreher und Ringgabelschlüssel. Hier ist Teamarbeit unerlässlich, um zum Erfolg und damit zu einer fertigen Hebebühne zu kommen.“

Partner des neuen Themenfeldes „Druck“ ist das Medizintechnik- und Pharmaunternehmen B. Braun Melsungen AG. Es stellt einen Großteil des Materials wie beispielsweise die Spritzen für die Hebebühne zur Verfügung. Erst durch diese Kooperation konnte der TÜV Hessen das neue Thema verwirklichen.

Die Landesregierung ist sich der Bedeutung von Naturwissenschaft und Technik für die Entwicklung des Standortes Hessen und Deutschland bewusst und fördert die Begegnung mit diesen Fachgebieten unter anderem über die Berücksichtigung dieser Bereiche im Bildungs- und Erziehungsplan oder mit dem SINUS-Transfer Grundschule-Programm. Mit diesem soll die methodische und inhaltliche Unterrichtsgestaltung in den Naturwissenschaften und der Mathematik alltagstauglich und schülergerecht weiter entwickelt werden.

Zudem unterstützt das Land auch Projekte wie die Laboreinrichtungen „Jugendlabor Chemie“ oder den „Physik-Club“ Kassel. „Wir sind auf einem guten Weg, das Negativimage von Naturwissenschaften und Technik bei Kindern und Jugendlichen abzulegen. Projekte und Initiativen wie TÜV Kids helfen uns dabei, da wir hier starke Partner an unserer Seite haben, durch deren Engagement die Bedeutung von Technik und Naturwissenschaften unterstrichen wird“, so Staatsminister Jürgen Banzer.

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