Insgesamt 5 Prozent mehr Fahrerlaubnisprüfungen im Jahr 2017!

+++ 1,82 Mio. theoretische und 1,65 Mio. praktische Fahrerlaubnisprüfungen +++ TÜV verhilft Fahranfängern zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr +++ Ausbildung und Prüfungen auch mit Elektrofahrzeugen möglich
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© Averie Woodard

Die Technischen Prüfstellen haben in Deutschland im Jahr 2017 insgesamt 1,82 Mio. theoretische (2016: 1,70 Mio) und 1,65 Mio. praktische (2016: 1,61) Fahrerlaubnisprüfungen abgenommen. „Während die Bedeutung des Besitzens eines eigenen Autos in Zeiten von Carsharing und Digitalisierung insbesondere in Ballungszentren abnimmt, ist der Führerschein hoch attraktiv und steht für Freiheit und Unabhängigkeit", sagt Joachim Bühler, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied beim TÜV-Verband (VdTÜV).

Mit den Fahrerlaubnisprüfungen leistet der TÜV einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Denn nur diejenigen Kandidaten, die in der theoretischen und praktischen Fahrerlaubnisprüfung unter Beweis gestellt haben, dass sie die nötigen Fähigkeiten beherrschen, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen, erhalten auch den Führerschein.

„Wir haben in Deutschland ein sehr effektives und professionelles System der Fahrausbildung und Fahrerlaubnisprüfung. Beide sind wichtige Bausteine der Verkehrssicherheit", so Bühler. Durch das System ist gewährleistet, dass die Fahranfänger in Deutschland die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten haben, um mit dem Auto am Straßenverkehr teilzunehmen.

Die Führerscheinprüfungen werden immer digitaler. Mit animierten Videosequenzen können auch gefährliche Situationen in der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung heute immer besser abgebildet und geprüft werden. Die Theorieprüfung ist wesentlich mehr als ein reines Abfragen von Wissen oder Verkehrsregeln. Es geht vielmehr darum, die Fahranfänger auch auf Gefahren vorzubereiten, denen sie im Straßenverkehr begegnen werden.

Das gilt auch für die praktische Fahrerlaubnisprüfung: Im realen Straßenverkehr muss der Bewerber zeigen, dass er das Fahrzeug sicher beherrscht, auch in schwierigen Situationen den Überblick bewahrt und mit den Herausforderungen zurechtkommt. „Der Fahrerlaubnisprüfer ist dabei heute immer mehr auch ein Ratgeber, dessen Ziel es ist, dem Bewerber für seine Teilnahme am Straßenverkehr wichtige Hinweise zu geben", erläutert Dr. Bühler. „Wenn die Fahranfänger dann den ‚Lappen' in der Hand haben, müssen sie alleine sicher am Straßenverkehr teilnehmen. Darauf bereiten die Ausbildung und Prüfung gut vor."

Sowohl die Ausbildung als auch die Fahrprüfung kann mit einem Elektro-Auto absolviert werden. Der Fahranfänger erhält einen voll gültigen Führerschein – auch für klassische Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Allerdings gilt der Führerschein derzeit nur bei konventionellen Fahrzeugen mit Automatikgetriebe, weil Elektro-Fahrzeuge keine Getriebe haben. „Wir setzen uns bei der Politik derzeit dafür ein, dass auch ein Führerschein für Schaltwagen mit einem E-Fahrzeug erworben werden kann, sofern der Fahrschüler etwa entsprechende Fahrstunden mit einem Schaltwagen genommen hat", erläutert Joachim Bühler.

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet die Zahl von insgesamt 3,47 Mio. Fahrerlaubnisprüfungen in Deutschland in allen Klassen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 5 Prozent. Im Jahr 2016 hatten die Technischen Prüfstellen rund 3,31 Mio. Fahrerlaubnisprüfungen abgenommen. „Diese Entwicklung mit einer deutlichen Zunahme an Prüfungen zeigt, dass immer noch viele – vor allem junge – Leute mit dem Auto fahren wollen und dafür den nötigen Führerschein erwerben möchten", erklärt Dr. Joachim Bühler.

Die Differenz zwischen der Zahl der theoretischen und der praktischen Fahrerlaubnisprüfungen erklärt sich vor allem dadurch, dass durch die geringen Kosten der Theorieprüfung (rund 20 Euro) viele Bewerber diese absolvieren, ohne tatsächlich prüfungsreif zu sein, um nach dem Prinzip des Versuchs zu schauen, wie ihre Möglichkeiten des Bestehens sind.

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