4. Sachverständigentag eröffnet: Verkehrssicherheitsexperten tagen in Berlin

Bereits zum vierten Mal veranstaltet der VdTÜV den Sachverständigentag. Dr. Guido Rettig, Vorsitzender des VdTÜV-Präsidiums, eröffnete die Veranstaltung am Montag, 1. März, in Berlin. Für das Verkehrsministerium begrüßte Staatssekretär Prof. Scheurle die Verkehrssicherheitsexperten.
Dr. Guido Rettig (l.), Vorsitzender des VdTÜV-Präsidiums, und Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, eröffnen den 4. Sachverständigentag. (Foto: VdTÜV/Rosenthal)
Dr. Guido Rettig (l.), Vorsitzender des VdTÜV-Präsidiums, und Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, eröffnen den 4. Sachverständigentag. (Foto: VdTÜV/Rosenthal)

Um 13 Uhr fiel der Startschuss: Dr. Guido Rettig, Vorsitzender des VdTÜV-Präsidiums eröffnete den 4. Sachverständigentag. In Berlin treffen sich hierzu die Verkehrssicherheits-Experten von TÜV NORD, TÜV SÜD, TÜV Thüringen, TÜV Rheinland und DEKRA, um in einem breit angelegten Erfahrungsaustausch über die Herausforderungen der mobilen Gesellschaft zu beraten. Das Motto des Sachverständigentages lautet „Mensch, Fahrzeug, Umwelt: Wege zu einer sicheren und nachhaltigen Mobilität.“ An den Diskussionen nehmen auch namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Politik teil. Der Verband der TÜV (VdTÜV) organisiert die Veranstaltung.

Staatssekretär: Stolz auf System der technischen Überwachung

Dr. Rettig betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Mobilität für eine immer stärker globalisierte Gesellschaft. Er machte zugleich deutlich, dass diese Mobilität nur dann funktionieren kann, wenn sie sicher und nachhaltig ist. Dazu leisten die Sachverständigen einen großen Beitrag. Dr. Rettig erinnerte an die herausragende Bedeutung der Technischen Prüfstellen für den Karftfahrzeugverkehr: "Damit haben wir in Deutschland ein einzigartiges und für Europa vorbildliches System." Insbesondere die periodische Hauptuntersuchung sei für die Verkehrssicherheit von großer Bedeutung. Diese Auffassung unterstützte auch Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium in seiner Begrüßungsrede: "Wir sind stolz auf unser deutsches System der regelmäßigen technischen Überwachung. Damit sind wir weltweit führend." Und auch für neue Technologien im Bereich Antriebe sieht der Staatssekretär die TÜV als kompetente Ansprechpartner: "Für neue Fahrzeuge und für die damit verbundenen Innovationen wird die technische Überwachung gebraucht."

MPU ist Vorbild für Europa

Dr. Rettig erläuterte in seiner Rede auch die Vorteile der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU): "Die MPU verhilft einer großen Zahl an Verkehrssündern, ihre Fahrerlaubnis wieder zu erlangen und schützt die Allgemeinheit vor jenen, die tatsächlich ein Risiko im Straßenverkehr darstellen." Staatssekretär Prof. Scheurle unterstrich die Bedeutung der MPU. Insbesondere im Zusammenhang mit der leider ständig steigenden Zahl von Drogenverstößen im Straßenverkehr sieht er die MPU als ein Mittel, um die negative Entwicklung aufzuhalten.

SVT läuft bis Dienstag, 2. März

Der 4. Sachverständigentag in Berlin läuft noch bis Dienstag, 2. März. Rund 500 Teilnehmer treffen sich zum Erfahrungsaustausch in den drei Sektionen Mensch, Fahrzeug und Umwelt. Auch das Thema Diesel-AU wird eine Rolle in den Diskussionen spielen. Am Dienstagnachmittag findet als Abschluss noch eine Zusammenfassung der Ergebnisse und eine Verabschiedung der Empfehlungen statt.

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Bildung und Personalentwicklung, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
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