“Made in…“ – TÜV NORD bestätigt Herkunft von Produkten

Made in Germany ist weltweit ein Qualitätsbegriff. TÜV NORD zertifiziert nun diese Herkunft. Für Produkte und Dienstleistungen bescheinigen die Fachleute den Ursprung, wenn mehr als 50 Prozent der Wertschöpfung im Herkunftsland entsteht.
Mit dem "Made in..." -Zertifikat bescheinigt TÜV NORD die Herkunft von Produkten. (Bild: TÜV NORD)
Mit dem "Made in..." -Zertifikat bescheinigt TÜV NORD die Herkunft von Produkten. (Bild: TÜV NORD)

Für den Verbraucher spielen nicht nur Preis und Qualität eines Produkts eine entscheidende Rolle. Auch die Herkunft wird von den Konsumenten immer stärker hinterfragt. TÜV NORD hat mit dem zertifizierten Herkunftsnachweis „Made in…“ ein Verfahren entwickelt, mit dem Anbieter die Herkunft eines Produktes oder einer Dienstleistung zertifizieren lassen können.

Mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung im Herkunftsland

Mithilfe dieses Nachweises geben die Unternehmen den Verbrauchern eine gute Orientierung für ihre Kaufentscheidung an die Hand. Dies gilt in besonderem Maße für „Made in Germany“. Seit Jahrzehnten steht diese Produktkennzeichnung in der ganzen Welt für Qualität und Innovation. Für den Nachweis "Made in Gernamy" zertifiziert TÜV NORD nicht die Unternehmen, sondern prüft stets die Herkunft einzelner Waren, Geräte oder Dienstleistungen. Die Wertschöpfung eines Produktes muss mindestens zu 50 Prozent im Ursprungsland erfolgen. Zudem sollte das Unternehmen schon mindestens drei Jahre am Markt sein.

Bessere Marktstellung

„Das Zertifikat kann auf Produkte aller Länder angewandt werden, zum Beispiel auch für Uhren aus der Schweiz. Gerade mittelständische Unternehmen, die den Ursprung ihrer Erzeugnisse herausstellen möchten, verbessern dadurch ihre Stellung am Markt", erläutert Ulf Theike, Geschäftsführer von TÜV NORD CERT. „So profitieren von uns ausgezeichnete Firmen davon, dass deutsche Produkte daheim, aber auch weltweit für große Qualität, Haltbarkeit und Genauigkeit stehen. Für die Zertifizierung setzen wir natürlich auch ein hohes Maß an Sicherheit voraus – das ist bei uns selbstverständlich“, erläutert Theike.

Innovationen aus Deutschland

Als erster Hersteller in Nordrhein-Westfalen hat die Firma JUNG nun das Prüfzeichen „Made in Germany“ erhalten. Das Unternehmen entwickelt und fertigt an den Standorten Schalksmühle und Lünen innovative Geräte und Systeme für die moderne Elektroinstallation. Vertrieben werden sie in über 50 Ländern der Erde. „Weltweit ist der Nachweis ,Made in Germany‘ für unsere Kunden ein kaufentscheidendes Kriterium – ob in Moskau oder in Buenos Aires“, so Harald Jung, geschäftsführender Gesellschafter, der das Familienunternehmen mit über 700 Mitarbeitern in dritter Generation leitet.

Vorteile im Wettbewerb

Auch die Schröter Modell- und Formenbau GmbH sieht in ihrer Zertifizierung die eigene Unternehmensphilosophie bestätigt und erwartet vom Titel „Made in Germany“ einen Vorteil im Wettbewerb. Der Spezialbetrieb in Oberpframmern bei München baut für nahezu alle führenden deutschen Automobilhersteller deren Erlkönige. In dem Familienbetrieb nehmen die Fahrzeuge der Zukunft das erste Mal ihre richtige Gestalt an. Dabei liegen sogar ca. 80 Prozent der Wertschöpfung des Unternehmens in Deutschland, so dass die Voraussetzungen für den zertifizierten Herkunftsnachweis „Made in Germany“ voll erfüllt sind.

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