Verkehrsemissionen

Lärmemissionen

Ohne das Röhren der Boliden würde Formel-1-Rennen etwas Wichtiges fehlen. Und bei so manchen Motorrädern und Sportwagen ist der Sound des Motors maßgeblich für die Kaufentscheidung. Doch was die einen als Hörerlebnis genießen, nervt viele andere als Lärm – und belastet die Umwelt.

Die Gesetzgebung hat hier die Balance zu halten, die Tendenz geht allerdings dahin, die Geräuschemissionen von Kraftfahrzeugen zu senken. Ansatzpunkte dafür sind die Abgasanlage und die darin verbauten Schalldämpfer, denn sie sorgen entscheidend für Höhe und Klangbild der Geräusche.

Bei der Typgenehmigung müssen Fahrzeughersteller nachweisen, dass ihre Modelle bestimmte Lärmpegel nicht überschreiten. Für die Ermittlung der Fahrgeräusche muss auf einer normierten Teststrecke ein definierter Prüfablauf durchfahren werden. Dabei müssen alle gemessenen Lärmpegel der zugrunde gelegten Vorschrift entsprechen. Für das stehende Fahrzeug mit laufendem Motor sind zwar Messverfahren definiert, Grenzwerte jedoch nicht gesetzt.

Belastung für Mensch und Umwelt senken

Der TÜV-Verband setzt sich dafür ein, die Belastung von Mensch und Umwelt durch Geräuschemissionen auf das unvermeidbare Maß zu beschränken. Unzulässig laute Fahrzeuge sind nicht akzeptabel.

Daher fordert der TÜV-Verband:

  • bei Prüfungen jede wählbare Konfiguration zu betrachten,

  • nur Eigenschaften zu genehmigen, die nicht abschaltbar sind und

  • generell den lautesten Modus zu prüfen – auch für Standgeräusche.

Immer beliebter werden auch elektronische Soundgeneratoren, die für ein „emotionales Sounderlebnis“ sorgen. Deshalb ist es wichtig, dass die Sachverständigen auch Einblick in die entsprechende Software bekommen. Nur so ist feststellbar, wie laut die Fahrzeuge wirklich sein können.

Seine Positionen und Forderungen hat der TÜV-Verband im Positionspapier „Geräuschemissionen von Fahrzeugen“ zusammengefasst.

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Frank Schneider

Referent Fahrzeugtechnik und Dienstleistungsinnovationen

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