VdTÜV ist Gastgeber der CITA-Konferenz 2011

Für die Zukunft der Mobilität wird die Sicherheit von Fahrzeugen eine entscheidende Rolle spielen. Das gilt weltweit. Internationale Fachleute für die regelmäßige technische Überprüfung von Autos, Lastern und Bussen treffen sich in Berlin zur CITA-Konferenz. Veranstalter ist der VdTÜV.
Der VdTÜV veranstaltet in diesem Jahr die CITA-Konferenz.
Der VdTÜV veranstaltet in diesem Jahr die CITA-Konferenz.

Der Verband der TÜV e.V. ist Gastgeber der CITA-Konferenz 2011. Vom 4. bis 6. Mai treffen sich in Berlin die Mitglieder des „Comite International De l'Inspection Technique Automobile“ (CITA). Das Thema der Konferenz lautet „Mutual Recognition – Continuous Compliance“. In der CITA arbeiten weltweit alle Akteure und Organisationen zusammen, die ein Interesse am Austausch von Informationen sowie der Entwicklung von Best Practice-Modellen und internationalen Normen im Bereich der Sicherheitsinspektionen von Fahrzeugen haben. Die Arbeit der CITA konzentriert sich auf die Verbesserung der Nachhaltigkeit des Verkehrs mit besonderem Schwerpunkt auf der Verkehrssicherheit und dem Umweltschutz.

Herausforderungen des stark zunehmenden Individualverkehrs

Die rund 300 Teilnehmer der CITA-Konferenz werden sich auf dem Kongress in Berlin mit den Herausforderungen des stark zunehmenden weltweiten Individualverkehrs beschäftigen. Weltorganisationen wie die CITA spielen hierbei eine wichtige Rolle. Der Erfahrungsaustausch der Fachleute hat eine kontinuierliche Verbesserung des Sicherheitsniveaus von Fahrzeugen zum Ziel. Das gilt für alle Regionen der Welt.

Weiterentwicklung von nationalen Regelungen

Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Situation in Europa. Es ist das erklärte Ziel der Europäischen Union, die Realisierung des Binnenmarktes weiter voran zu treiben. Die Mechanismen der Harmonisierung von Normen oder der gegenseitigen Anerkennung nationaler Regelungen dürfen nicht zu Lasten der Sicherheit im Straßenverkehr gehen. Heute gelten für die so genannte Periodical Technical Insprection (PTI) noch weitgehend nationale Regeln. Eine gegenseitige Anerkennung von Fahrzeugprüfungen in den Mitgliedstaaten darf es aber erst dann geben, wenn die Harmonisierung der unterschiedlichen Systeme abgeschlossen ist – und zwar nach den von der EU-Kommission selbst formulierten höchsten Sicherheitsstandards. Der bei Harmonisierungen so häufig gewählte kleinste gemeinsame Nenner birgt ansonsten die Gefahr, dass im sensiblen Bereich der Sicherheit von Fahrzeugen das Niveau in einigen Ländern empfindlich sinken würde – im Widerspruch zum aktuellen Verkehrssicherheitsprogramm der EU und den darin formulierten Zielen.

Elektronische Komponenten mit hoher Sicherheitsrelevanz

Die periodische Fahrzeugüberwachung muss in Europa dynamisch mit der Entwicklung neuer Fahrzeugsysteme einhergehen. Das gilt insbesondere für elektronische Fahrzeugkomponenten. Sie besitzen teilweise eine hohe Sicherheitsrelevanz, ihre korrekte Funktion muss gewährleistet sein. Schließlich beeinflussen sie auch das Fahrverhalten. Eine periodische Überwachung dieser elektronischen Systeme muss daher europaweit in den Prüfkatalog aufgenommen werden, um eine fortwährende Übereinstimmung mit den Anforderungen (Continuous Compliance) zu erreichen.

Mehr als 300 Millionen Fahrzeugprüfungen pro Jahr

CITA wird von der Kommission der Europäischen Union und der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa anerkannt. CITA hat derzeit etwa 140 Mitgliedsorganisationen weltweit, die in mehr als 60 Ländern über 300 Millionen Fahrzeugprüfungen pro Jahr vornehmen.

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Bildung und Personalentwicklung, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
T +49 30 760095-480