Digitale Agenda

Es besteht die Gefahr, im globalen Maßstab an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren und somit Chancen für das Wirtschaftswachstum und die gesellschaftliche Entwicklung zu vergeben. Die Europäische Kommission verabschiedete daher im Dezember 2012 sieben neue Prioritäten für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft.
Space-Satellit-Kommunikation-Cyber-Data
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Seitdem die Digitale Agenda für Europa (DAE) 2010 als fester Bestandteil der Strategie Europa 2020 angenommen wurde, hat sich die Zahl der Interneterstuser in Europa um 15 Millionen erhöht. 68 Prozent der Unionsbürger gehen regelmäßig online, 170 Millionen sind in sozialen Netzwerken aktiv. Der Internetverkehr verdoppelt sich alle 2 bis3 Jahre. Mehr als 4 Millionen Menschen in vielen Wirtschaftszweigen Europas haben einen IKT-Arbeitsplatz, deren Zahl jährlich um weitere 3 Prozent steigt.

Positionen

VdTÜV-Position: Verkehrs- und Betriebssicherheit moderner Fahrzeuge unabhängig prüfen – ein Leben lang

Der Weg zum hochautomatisierten und vernetzten Fahren führt zu einer deutlichen Zunahme von komplexen und voneinander abhängigen Systemen innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs. Derzeit eingesetzte Assistenzsysteme verfügen mit zahlreichen Steuergeräten über intelligente und komplexe Sensorik und Aktorik. Die Sicherheit der Fahrzeuge und Systeme wird zunehmend durch die sicherste und aktuellste Software für die jeweiligen Fahrzeugkomponenten und das Gesamtfahrzeugsystem definiert. Die Fortentwicklung und die Absicherung dieser Systeme mittels Softwareupdates durch die Hersteller werden in immer kürzeren Intervallen erforderlich werden. Dies bedeutet, dass bereits bei der Entwicklung und Genehmigung dieser Systeme, die künftige Überprüfbarkeit auch im Rahmen der periodischen Fahrzeugüberwachung für den Fahrzeuglebenszyklus implementiert werden muss.

Gemeinsame Position der Verbände VDMA, VdTÜV und ZVEI zum „Cybersecurity Act“

Die EU-Kommission hat zur Cybersicherheitsstrategie im September 2017 den Entwurf einer Verordnung zur "EU Cybersecurity Agency" und zum „Cybersecurity Act“ vorgelegt. Der VdTÜV, VDMA und ZVEI stellen dabei mit Besorgnis fest, dass die Akteure im europäischen politischen Prozess zunehmend dazu tendieren, den NLF nicht mehr hinreichend konsequent und durchgängig anzuwenden oder bei bestimmten Fragestellungen sogar gravierend vom NLF abweichende, mithin systemfremde Regelungen treffen zu wollen. Mit Blick auf eine sachgerechte und effiziente Produktregulierung in Europa hat die deutsche Wirtschaft wesentliche Kernanliegen in den Bereichen Konformitätsbewertung, Akkreditierung, Marktüberwachung, Stabilität des Regelwerkes und Normung in einer gemeinsamen Position formuliert.

Mobility Studie von VdTÜV und Bitkom: Vertrauen in die vernetzte Mobilität schaffen!

Auf Basis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research und VdTÜV wurde in der Mobility Studie 2018 untersucht, welche Einstellung die Bundesbürger zu autonomen Autos haben. Die Studie geht auch den Fragen nach, welche Rolle die Sicherheit und der Datenschutz bei vernetzten Fahrzeugen spielt und welche Perspektiven sich für die Zukunft der Mobilität ergeben.

Aktuelles

Mehrheit der Bundesbürger für Algorithmen-Checks

Eine große Mehrheit der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass Anwendungen mit künstlicher Intelligenz (KI) von einer unabhängigen Stelle überprüft werden. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands ergeben. Demnach halten 83 Prozent der Befragten solche „Algorithmen-Checks“ für wichtig oder sogar sehr wichtig. 11 Prozent halten sie für nicht wichtig und 6 Prozent machen keine Angabe. „Fahrzeuge, Geräte, Maschinen oder Online-Anwendungen mit künstlicher Intelligenz werden Teil unseres täglichen Lebens“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands (VdTÜV).

Weiterbildung zu Digitalthemen boomt

Fast zwei Drittel aller Unternehmen (63 Prozent) bilden ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Digitalthemen weiter. Das hat eine gemeinsame Studie des TÜV-Verbands und des Digitalverbands Bitkom ergeben, für die 504 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren haben erst 36 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern Fortbildungen angeboten, damit sie digitale Kompetenzen erwerben und vertiefen können. „Den digitalen Wandel in den Unternehmen müssen die Beschäftigen gestalten“, sagte Dr. Michael Fübi, Präsident des TÜV-Verbands (VdTÜV), bei der Vorstellung der Studienergebnisse in Berlin. „Die Mitarbeiter brauchen die richtigen Kompetenzen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Eine moderne Weiterbildungskultur ist dafür der Schlüssel.“

Weiterbildung hat in Unternehmen hohen Stellenwert

Neun von zehn Unternehmen (90 Prozent) ist die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter wichtig. Das hat eine gemeinsame Studie des TÜV-Verbands und des Digitalverbands Bitkom ergeben, für die 504 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden.