Industrie 4.0

Nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung der Industrie leitet der Einzug des Internets der Dinge in der Fabrik eine vierte industrielle Revolution ein. Durch die Echtzeitkommunikation von Maschinen, Lagersystemen und Betriebsmitteln mit digitalen Systemen werden völlig neue Arten von Produktionsprozessen ermöglicht.
digital-transformation-modern-technology-industrie-4.0
©ESB Professional via shutterstock
Maschinen können durch den permanenten Austausch großer Datenmengen miteinander kommunizieren und sind somit in der Lage, sich selbstständig zu steuern, effizienter miteinander zu arbeiten und Fehler selbst zu erkennen. Nutzer werden informiert, wenn Produkte ersetzt, repariert oder zurückgerufen werden müssen, sie noch frisch sind oder ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben.
Der VdTÜV ist davon überzeugt, dass Europa die neusten Entwicklungen der digitalen Welt in der Produktion intelligent einsetzen muss, um eine höhere Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in der Industrie zu erreichen. Wertschöpfungs- und Geschäftsmodelle der industriellen Produktion können völlig neu gestaltet werden. Hierzu sind einheitliche Rahmenbedingungen für branchen- und grenzüberschreitende Technologiepartnerschaften erforderlich.

Aus Sicht des VdTÜV müssen die Rechtsvorschriften und Normen in Deutschland und der EU so angelegt sein, dass neue Produkte und Technologien im europäischen Binnenmarkt rasch in Umlauf gebracht werden können. Bei Industrie 4.0 sind Standards und der Aufbau von Referenzarchitekturen für die vernetzte Technologie cyber-physikalischer Systeme (CPS) unabdingbar. Unabhängige Zertifizierungen durch akkreditierte neutrale Dritte liefern den verlässlichen Nachweis, dass diese Standards eingehalten werden. Sie sorgen für Transparenz und das notwendige Vertrauen in Produkte, Prozesse und neue Technologien.

Aktuelle Positionen und Meldungen

Verbraucher wollen Sicherheit und Transparenz bei Künstlicher Intelligenz

Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland fordern mehr Transparenz und Sicherheit beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI): 85 Prozent der Bundesbürger wollen, dass Produkte und Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz klar gekennzeichnet werden. Das hat eine repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands ergeben. „Der Ruf nach einer gesetzlichen Regulierung von Künstlicher Intelligenz wird lauter“, sagte Dr. Michael Fübi, Präsident des TÜV-Verbands (VdTÜV), bei der Vorstellung der Studienergebnisse in Berlin.

TÜV® MeetUp | Künstlicher Intelligenz vertrauen

Wie kann das Vertrauen in KI-basierte Systeme gefördert werden? Können Normen und Standards bei Künstlicher Intelligenz Anwendung finden oder sogar zum Standortvorteil für Deutschland und Europa werden? Wie schaffen wir Transparenz in und Sicherheit von KI-basierten Systemen? Und welche Rolle können die Empfehlungen der Datenethikkommission dabei spielen?

Unternehmen fordern strengere gesetzliche Vorgaben für IT-Sicherheit

Fast jedes zweite Unternehmen in Deutschland (47 Prozent) fordert höhere gesetzliche Anforderungen an die IT-Sicherheit in der Wirtschaft. Das hat eine repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 503 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern ergeben. Befragt wurden IT-Sicherheitsverantwortliche, IT-Leiter und Mitglieder der Geschäftsleitung. Demnach stimmen zudem 59 Prozent der Aussage zu, dass Regulierung durch den Gesetzgeber wichtig ist und zu einer besseren IT-Sicherheit ihres Unternehmens beiträgt.

TÜV-Verband zum Abschlussbericht der Datenethikkommission

Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands (VdTÜV), nimmt Stellung zum Abschlussbericht der Datenethikkomission.

Angst vor Datenmissbrauch im Smart Home mit künstlicher Intelligenz

Nur jeder dritte Bundesbürger (35 Prozent) würde in ein Smart Home mit künstlicher Intelligenz ziehen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos unter 1.000 Personen im Auftrag des TÜV-Verbands (VdTÜV) ergeben.

TÜV-Verband warnt vor Cyberangriffen auf Aufzüge und industrielle Anlagen

Im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen von Aufzügen sind im Jahr 2018 rund 3.100 Anlagen wegen „gefährlicher Mängel“ sofort stillgelegt worden. Das ist ein Ergebnis des Anlagensicherheits-Reports 2019, der heute vom TÜV-Verband in Berlin vorgestellt wurde.