Energie

Biogasanlagen

Eine erfolgreiche Klimapolitik braucht ressourcenschonende Technologien. Deshalb macht sich der TÜV-Verband stark für den Ausbau von erneuerbaren Energien, vor allem von Windrädern, aber auch von Solarparks und Biogasanlagen. In diesen Anlagen werden nachwachsende Rohstoffe ebenso wie organische Abfallprodukte (Fett, Speiseabfälle) unter Luftabschluss von Mikroorganismen in Biogas umgewandelt, das für die Produktion von Strom oder Wärme genutzt werden kann. Mehr als ein Drittel des in Deutschland angebauten Mais‘ wandert in Biogasanlagen. Aus diesem Grund ist Biogas umstritten, sorgt Maisanbau doch beispielsweise für einen Rückgang der Biodiversität.

Dennoch gibt es in Deutschland einen Boom bei Biogasanlagen, seitdem sie durch das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) finanziell gefördert werden. Während im Jahr 2004 erst 2000 Anlagen gezählt wurden, gibt es heute rund 10.000 Biogasanlagen.

Biogasanlagen werden geprüft

Der Bau und Betrieb von Biogasanlagen kann brandgefährlich werden. Viele Zwischen- und Endprodukte sind leicht entflammbar, giftig oder umweltgefährdend. Deshalb prüfen TÜV-Expert:innen die Anlagen regelmäßig. Sie kennen die einschlägigen Verordnungen, Normen und technischen Regeln sowie die Auflagen der Genehmigungsbehörden. Das betrifft vor allem:

  • Die Betriebssicherungsverordnung (BetrSichV)
    Biogasanlagen gelten laut Betriebssicherungsverordnung als überwachungsbedürftig. Spätestens alle drei Jahre werden bestimmte Geräte und Schutzsysteme, alle sechs Jahre die gesamte Anlage geprüft.

  • Die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)
    Um die umfassende Sicherheit von Anlagen und Umwelt zu garantieren, dürfen wassergefährdende Stoffe wie Gärsubstrate oder Gärreste sowie sich daraus entwickelnde Flüssigkeiten nicht austreten. Dafür sind unter anderem Leckageerkennungen an Behältern und Rohrleitungen erforderlich. Die TÜV-Organisationen prüfen Biogasanlagen auf diese AwSV-Vorgaben.

Die Betreiber:innen erlangen – dank dieser Prüfungen – Rechtssicherheit, reduzieren Risiken, erhöhen die Verfügbarkeit ihrer Biogasanlagen und garantieren eine umweltverträgliche Nutzung. Und bringen so eine erfolgreiche Klimapolitik voran.

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Dr. Hermann Dinkler

Referent Druck- und Rohrleitungsanlagen, Brand- und Explosionsschutz, wassergefährdende Stoffe

+49 30 760095-540

hermann.dinkler@vdtuev.de