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TÜV-Verband: Betriebsärzte frühzeitig in nationale Impfkampagne einbinden

+++ Bundesweite Impflogistik steht für Covid-19-Impfungen bereit +++ Impfung beim Arbeitgeber ermöglicht sichere Impfungen vieler Beschäftigter innerhalb kurzer Zeit +++ Risikogruppen könnten in der ersten Phase bevorzugt geimpft werden +++
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Der TÜV-Verband empfiehlt eine frühzeitige Einbindung der betriebsärztlichen Versorgungsstrukturen in die nationale Impfkampagne zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie. „Bereits im Verlauf der ersten Phase sollten neben zentralen Impfpunkten auch dezentrale Impfmöglichkeiten geschaffen werden“, sagte Dr. Dirk Stenkamp, Präsident des TÜV-Verbands (VdTÜV). „Die bundesweit tätigen Betriebsärzte erreichen rund 40 Millionen Beschäftigte und verfügen durch die jährlich stattfindende Grippe-Vorsorge über eine eingespielte Impflogistik, die sofort zum Einsatz kommen kann.“ Bisher ist geplant, Hausärzte und Betriebsärzte erst in einer zweiten Phase an den Covid-19-Impfungen zu beteiligen. Aus Sicht des TÜV-Verbands können die Betriebsärzte aber von Beginn an einen wichtigen Beitrag leisten: „Solange der Impfstoff nur eingeschränkt verfügbar ist, sollten in Unternehmen, Behörden oder bei den Arbeitgebern gezielt Risikogruppen geimpft werden“, sagte Stenkamp. „Die Betriebsärzte kennen die Gesundheitsrisiken der Beschäftigten und können auf Grundlage der RKI-Empfehlungen über eine bevorzugte Impfung entscheiden.“ Zudem könnten als weiteres Kriterium zunächst Betriebsärzte in Regionen mit hoher Corona-Fallzahl und eingeschränkter intensivmedizinischer Versorgung bei der Verteilung des Impfstoffes zum Zuge kommen. „Die Einbindung der Betriebsärzte ermöglicht es, sehr viele Personen innerhalb kurzer Zeit mit geringem Aufwand zu impfen“, betonte Stenkamp. „Der Weg zum Hausarzt oder einer zentralen Impfstelle mit hunderten anderen Personen entfällt.“ Das schaffe Vertrauen, reduziere Ansteckungsrisiken und entlaste das Gesundheitssystem. Stenkamp: „Sind die Betriebsärzte frühzeitig in die Impfkampagne eingebunden, können sie in der zweiten Phase sehr schnell ihre Kapazitäten hochfahren und entscheidend zu einer flächendeckenden Immunisierung der Bevölkerung beitragen.“

Für die geplante landesweite Aufklärungsarbeit über die Impfung gegen Covid-19 können die Betriebsärzte ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. Die medizinischen Dienste der TÜV-Unternehmen betreuen mit ihren Betriebsärzt:innen und Gesundheits-/Hygieneexpert:innen bundesweit etwa 21.000 Organisationen mit rund 1,9 Millionen Beschäftigten. Insgesamt sind in Deutschland rund 12.500 Betriebsärzt:innen tätig. Diese etablierte und funktionierende Infrastruktur steht für die Übernahme von Covid-19-Impfungen bereit.

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