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Neutralität, Kompetenz und Vertrauen – Marke „TÜV“

Die Marke „TÜV“ kennen 98,7 Prozent der deutschen Bevölkerung. Der Markenbekanntheitsgrad rangiert damit im obersten Bereich. Dies geht aus der Studie „Markenbekanntheit der Marke TÜV‘“, einer repräsentativen, deutschlandweiten Untersuchung im Auftrag des Verbands der TÜV e. V. (VdTÜV) hervor. Dass sich die TÜV-Unternehmen vor über 150 Jahren zunächst einen Namen als Dampfkessel-Überwachungs-Verein (DÜV) machten, das wissen nur wenige.

Die Dampfkesselbetreiber begründeten diese Selbsthilfegemeinschaft zunächst mit dem Ziel, Explosionsrisiken beim Einsatz von Dampfkesseln einzudämmen. Zugleich war sie aber auch der Grundstein für die traditionsreiche Entwicklung der Technischen Überwachungs-Vereine. Erst Mitte der 1930er-Jahre etablierte sich die Bezeichnung „Technischer Überwachungs-Verein“ und damit auch die Abkürzung „TÜV“. Die fortschreitende Industrialisierung bedeutete eine rasante technische Entwicklung. Dadurch weitete sich das Spektrum der Anlagen bzw. Geräte, die überprüft werden mussten, deutlich aus. Die TÜV-Unternehmen übernahmen somit neben der Überprüfung von Dampfkesseln z. B. auch die von Aufzügen, Industrie-Anlagen, Kraftwerken, Tankanlagen, Maschinen sowie Kraftfahrzeugen.

Die TÜV-Unternehmen sind die ersten Ansprechpartner in allen technischen Sicherheitsfragen. Industrie und Verbraucher setzen auf ihre Meinung, denn sie sind einerseits unabhängige Sachverständige, andererseits hoch qualifizierte Partner für effiziente, sicherheitstechnisch ausgereifte Lösungen. Die Marke „TÜV“ bietet Orientierung und schafft Marktvertrauen, sie zeichnet Produkte und Dienstleistungen aus. Nicht zuletzt ist sie für mittelständische Unternehmen ein wesentlicher Beleg für ihre Leistungsfähigkeit und damit äußeres Zeichen für Sicherheit und Qualität ihrer Produkte im hart umkämpften Wettbewerb.

Damit die Marke „TÜV“ auch in Zukunft ihre Funktion als aussagekräftiges Leistungsmerkmal im globalen Wettbewerb erfüllen kann, muss sie vor Missbrauch und potenzieller Verwässerung geschützt werden – und das systematisch auf allen Wirkungsebenen. Mit diesem Ziel haben die TÜV-Unternehmen im Juni 2010 den „TÜV Markenverbund e. V.“ mit Sitz in Berlin gegründet. Sie sichern damit gemeinsam die Traditionsmarke und stärken sie nachhaltig.

Eine starke Marke braucht professionellen Schutz: der TÜV Markenverbund e. V.

Wo „TÜV“ draufsteht, ist auch „TÜV“ drin, das erwarten 96,4 Prozent der Befragten, wie aus der Markenstudie hervorgeht. 85 Prozent sprechen den TÜV-Unternehmen darüber hinaus ein positives Image zu. Sie verbinden mit der Marke „TÜV“ konkrete technische Dienstleistungen, insbesondere verlässliche Prüfungen, die ein hohes Maß an technischer Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit garantieren.

Die große Wertschätzung der Marke „TÜV“ basiert zum einen auf dem technischen Know-how, zum anderen auch auf der gesellschaftlichen Rolle der TÜV-Unternehmen. Sie genießen als neutrale Dritte einen hervorragenden Ruf, gerade weil sie zum Wohl der Gemeinschaft Verantwortung für Sicherheit, Umwelt, Produktqualität und Wirtschaftlichkeit tragen. Das ist auch ihr erklärtes Ziel: Menschen, Umwelt und Sachgüter präventiv vor Gefahren zu schützen.

Damit Verbraucher auch in Zukunft auf die Marke „TÜV“ vertrauen können, muss sie weltweit umfassend gegen Missbrauch durch Dritte geschützt werden. Aus diesem Grund kümmert sich der TÜV Markenverbund künftig unter einem Dach mit gebündelten Ressourcen um die vielfältigen Belange des Markenschutzes. Dem TÜV Markenverbund gehören an: TÜV Rheinland AG, TÜV SÜD AG, TÜV NORD AG, TÜV Saarland e. V., TÜV Thüringen e. V., TÜV Austria Holding AG, TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH und der Verband der TÜV e. V. (VdTÜV).

Die Kernmarke „TÜV“ ist nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in nahezu allen relevanten Wirtschaftsregionen rund um den Globus bei den jeweiligen nationalen Markenregistern rechtswirksam eingetragen. Damit haben die TÜV-Unternehmen weltweit die Grundlage geschaffen, ihre Marke als Schutzrechteinhaber jederzeit effizient verteidigen zu können.

Die internationale Dimension des TÜV-Markenschutzes hat sich erweitert, die TÜV-Unternehmen operieren weltweit. Handelsströme verlaufen international und global, hiermit geht eine neue Dynamik der TÜV-Dienstleistungen, eine Erweiterung des TÜV-Portfolios einher. Auch das Internet mit seinen grenzenlosen digitalen Welten bildet einen dynamischen Faktor, der für den Markenschutz erweiterte Herausforderungen stellt. Hiermit muss auch die TÜV-Markenschutzstrategie Schritt halten, um erweiterte Angriffsflächen mit gezielten Maßnahmen zu schließen.

Die TÜV-Unternehmen stellen durch die Gründung des Verbands eine spezielle Markenschutzplattform auf. Sie institutionalisieren und zentralisieren damit den Markenschutz in einer eigenständigen juristischenOrganisationseinheit. Zugleich erhöhen sie so die Schlagkraft gegen jede Form vonMarkenmissbrauch und Markenpiraterie.

Flankierend zur Aufstellung des TÜV Markenverbunds e. V. haben die TÜV-Unternehmen mit ihrem neuen „Gesamtkonzept TÜV-Markenschutz“ im Schulterschluss eine zukunftsorientierte Markenschutzstrategie entwickelt. Dieses Gesamtkonzept zeigt prioritäre Handlungsfelder für den Markenschutz auf und beschreibt konkrete Schutzmaßnahmen.

Unverzichtbarer Bestandteil eines durchgreifenden Markenschutzes sind intensive Überwachungsmaßnahmen. Dazu zählen das systematische Überwachen der Markenregister, gezielte Stichproben auf Messen sowie eine verstärkte Kooperation mit dem Zoll und den nationalen und internationalen Marktüberwachungsbehörden. Darüber hinaus gehört es auch weiterhin zu den vorrangigen Aufgaben, die Öffentlichkeit verstärkt über den zu beachtenden Schutzumfang der Marke „TÜV“ aufzuklären und das unverzichtbare Interesse der Mitglieder am Markenschutz sichtbar nach außen zu transportieren. Nur dann, wenn sämtliche Schutzmechanismen ineinandergreifen, steht die Marke „TÜV“ auch in Zukunft für Neutralität, Kompetenz und Vertrauen.

Gemeinsam gegen Markenpiraterie und Markenverwässerung

Der große Wert und der hohe Bekanntheitsgrad der Marke „TÜV“ scheinen auf den ersten Blick durchweg positiv und sicher. Doch Markenpiraterie und Markenverwässerung bedrohen gerade bekannte und zugleich begehrte Marken besonders stark.

Die TÜV-Unternehmen müssen die attraktive Marke „TÜV“ in jeder Hinsicht – mit einer effizienten Markenschutzstrategie und mit allen rechtlichen Mitteln – schützen. Es darf unbefugten Dritten nicht gewährt werden, sich mit der Marke und ihrem hervorragenden Ruf zu schmücken und darüber hinaus das Markenvertrauen durch gefälschte Prüfsiegel für minderwertige Produkte und Dienstleistungen zu gefährden. Gerade deshalb haben der VdTÜV und seine Mitglieder schon vor der Gründung des Verbands die Marke „TÜV“ jährlich in zahlreichen Fällen vor unlauterem Markenmissbrauch sowie unzulässiger Rufausbeutung und gefährlicher Verwässerung vehement verteidigt.

Beim Markenschutz geht es weniger um das Ausmerzen von plakativen, medialenWortschöpfungen wie z.B.„Party-TÜV“,„Politiker-TÜV“,„Bundesliga-TÜV“,„Schnecken-TÜV“ oder „Moral-TÜV“. Auch nicht darum, Begleiterscheinungen und Skurrilitäten wie „Wurst-TÜFF“ (Imbissstand), „Nage- TÜV-geprüft“ (Angebote von Edelnuss-Mixturen), „tanztuev.de“ (Domain einer Tanzschule) oder „Liebes-TÜV“ (Werbung eines Psychologen) entgegenzuwirken. Im Fokus des TÜV-Markenschutzes steht vielmehr das Ziel, die Marktteilnehmer vor Produkten und Dienstleistungen mit gefälschten Qualitäts- und Sicherheitszertifikaten sowie Plagiatsiegeln und irreführender Werbung zu schützen. Markenpiraterie muss mit allen rechtlichen Mitteln bekämpft werden, denn sie schadet dem Image der Marke „TÜV“, verunsichert Wirtschaft und Verbraucher und führt zu einem sukzessiven Vertrauensverlust.

Eine bekannte Marke – wie die Marke „TÜV“ – ist der permanenten Gefahr der schleichenden Verwässerung sowie der damit verbundenen Denaturierung zu einem bloßen Gattungsbegriff ausgesetzt. Dies hat gravierend nachteilige Konsequenzen: Verliert eine Marke ihre Unterscheidungskraft, so verliert sie damit auch ihre Eintragungsfähigkeit und wird löschungsreif. Daher müssen die Markenschutzrechtsinhaber dieser Entwicklung mit allen juristischen Mitteln unablässig begegnen. Die drei Buchstaben TÜV sind in der öffentlichen Wahrnehmung der Inbegriff für eine objektive, unabhängige Prüfung durch ein TÜV-Unternehmen. Sie bieten den Nachweis für Sicherheit und Qualität, und das muss auch in Zukunft so bleiben.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff TÜV aber oft auch unbedacht als schlichtes Synonym für Check oder Prüfung benutzt. Leider schwächt dieser leichtfertige Gebrauch der Marke „TÜV“ die Herkunftsoder Zuordnungsfunktion der Marke. Das kann vonden Markeninhabern nicht widerspruchslos hingenommen werden.

Mit diesen Problemen steht die Marke „TÜV“ aber nicht alleine da. Auch viele andere Marken sind einer „Synonymisierungsgefahr“ ausgesetzt. Man denke hier nur an die geläufige angloamerikanische Kurzbezeichnung für einen „Geländewagen“, die simplen Fragen nach einem „Papiertaschentuch“, einer „Fettcreme“, einem „Klebeband“ oder nach einem „Hochdruckreiniger“.

Mit der Marke „TÜV“ immer auf der sicheren Seite

Der TÜV Markenverbund e. V. als vorderster „Hüter der Marke TÜV“ hat in Zukunft vielerlei Entwicklungspotenzial. Es gilt, aktive und präventive Überwachungsmaßnahmen zu intensivieren. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit muss der Schutzumfang der Marke TÜV dauerhaft verankert werden.

Die Gründung des TÜV Markenverbund e. V. ist das deutliche Signal nach außen, dass die TÜV-Unternehmen und der VdTÜV „ihre“ Marke konsequent und mit Nachdruck verteidigen. Schließlich stellt sie für jedes TÜV-Unternehmen nicht zuletzt einen immens wichtigen, ja sogar potenziell bilanzierbaren Vermögenswert dar. Die Marke „TÜV“ ist international angesehen und rund um den Globus bekannt, somit weltweit ein Türöffner und Exportschlager!

Der VdTÜV und die TÜV-Unternehmen sind die unabhängigen und neutralen Partner in allen Fragen der technischen Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit: ob Anlagen- oder Produktsicherheit, ob Mobilität oder Verkehr – sinnvoll ergänzt durch innovative Servicedienstleistungen in den Bereichen Umwelt, erneuerbare Energien, Management-, IT- und Kommunikationssysteme sowie Bildung und Zukunftstechnologien. Das müssen sie auch in den neuen Leitmärkten bleiben. Die Visibilität der Marke „TÜV“ wird mit der Erweiterung und Internationalisierung des TÜV-Dienstleistungsportfolios verbreitert. Damit wächst zugleich auch ihre Angreifbarkeit. Diesen Herausforderungen stellt sich der TÜV Markenverbund e. V. mit Tatkraft und Zuversicht.

Wirtschaft und Verbraucher dürfen darauf vertrauen, dass die Marke „TÜV“ auch in Zukunft mit anspruchsvollen technischen Dienstleistungen und interdisziplinärem Sachverstand untrennbar verbunden ist. Das bedeutet: objektive Gutachten, Prüfungen, Zertifizierungen und hoch qualifizierte Ausbildung stehen im Mittelpunkt. Denn nur so können TÜV-Prüfzeichen auch weiterhin für höchste Qualität, Transparenz im Markt und Vertrauen stehen.

Im Zentrum der TÜV-Tätigkeiten steht aber immer der Mensch: Die Marke „TÜV“ vermittelt ihm heute sowie auch in Zukunft ein gutes und sicheres Gefühl. Ob in der Bergseilbahnkabine, im gläsernen Aufzug, in der Achterbahn, am Bungee-Seil oder beim Kauf einer Kettensäge, eines neuen Familienautos, eines Kinderfahrrads, einer Schwimmhilfe oder eines neuen Spielzeugs. In allen Fällen ist es gut zuwissen, dass der TÜV geprüft hat! Die Marke„TÜV“ bringt somit ein gutes Stück Lebensqualität.