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Prüflabor für Lithium-Ionen-Batterien – TÜV NORD erweitert Aktivität in der E-Mobilität

Prüflabor für Lithium-Ionen-Batterien – TÜV NORD erweitert Aktivität in der E-Mobilität Batterien auf dem Prüfstand: TÜV NORD hat gemeinsam mit CETECOM einen Test für Lithium-Ionen-Batterien aufgebaut. (Foto: TÜV NORD)

TÜV NORD hat zusammen mit CETECOM ein System zum Test von Lithium-Ionen-Batterien aufgebaut. Mit dem neuen, innovativen Prüflabor erweitert der Konzern seine Aktivitäten zur Elektromobilität mit dem Schwerpunkt Batterie- und Ladesicherheit. Das Unternehmen CETECOM errichtete das Batterie-Prüflabor in Saarbrücken. TÜV NORD übernimmt die Qualifizierungsprozesse. So setzt dieses Labor einen Meilenstein bei der Entwicklung der Elektromobilität. Lithium-Ionen-Batterien werden als Energiespeicher für Elektrofahrzeuge, insbesondere Pkw, eingesetzt. Sie gehören zu den aktuell verfügbaren Sekundärzellen mit der höchsten Energiemassendichte.

Hohe Energiedichte kann auch eine Gefahr bedeuten

„Durch die Arbeitsgemeinschaft mit CETECOM können wir sowohl das Know-how als auch die Hardware für ein komplett funktionierendes Testsystem verbinden. Dies ist auch ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung der Elektromobile. Denn die hohe Energiedichte in Lithium-Ionen-Akkus kann bei Fehlfunktionen auch eine Gefahr bedeuten. Umso wichtiger ist es, diese Energiequelle weiterzuentwickeln“, erklärt Axel Richter, bei TÜV NORD zuständig für die Elektro-Fahrzeuge.

Tests weltweit nachvollziehbar

Die von TÜV NORD und CETECOM entwickelten Prüfeinrichtungen für Lithium-Ionen-Batterien sind so ausgelegt, dass die Ergebnisse weltweit reproduzierbar sind. „Unsere so genannten ,Test Benches‘ sind vollständig aufgebaut und validiert, zudem erlaubt es unsere Laborinfrastruktur, auch zerstörende Tests an Lithium-Ionen-Batterien sicher durchführen zu können. Wir können damit den Anforderungen, die die Industrie an uns stellt, gerecht werden“, erläutert CETECOM-Geschäftsführer Gerhard Schirra.

Stress-Tests

In Saarbrücken werden die Lithium-Ionen-Batterien hinsichtlich ihrer Resistenz gegen mechanischen, elektrischen und klimatischen Stress getestet. Zudem wird ihre Reaktion auf „Missbrauch“ – zum Beispiel durch einen Kurzschluss – überprüft. Die Fachleute unterziehen die Batterien einem Crash-Test. Sie prüfen dabei, ob sie nach den UN-Regeln für Transporte geeignet sind. Durch die qualifizierte Partnerschaft bilden TÜV NORD und CETECOM eine unabhängige Prüfinstanz auf allen Gebieten der Elektromobilität.

17.03.2011

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