VdTÜV Portal

Wer sich an der Rückrufaktion beteiligt, braucht bei HU keine Konsequenzen zu fürchten

Zur aktuellen Berichterstattung über die Hauptuntersuchung im Zusammenhang mit der VW-Rückrufaktion erklärt der Verband der TÜV e.V.: "Solange sich die Autofahrer an der Rückrufaktion beteiligen und die vom Hersteller vorgegebenen Fristen einhalten, werden sie bei der Hauptuntersuchung keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben. Die Teilnahme an der Rückrufaktion wird ab Sommer 2017 jeweils erst dann Gegenstand der Prüfung, wenn das Software-Update beim jeweiligen Modell abgeschlossen ist."
VdTÜV logo Web
© VdTÜV e.V.

Die Umrüstung wurde durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) durch eine Nebenbestimmung zur Fahrzeugtypengenehmigung angeordnet. Die Kontrolle im Rahmen der Hauptuntersuchung wurde im März 2017 von den Verkehrsministerien des Bundes und der Länder im zuständigen Steuerungsgremium vorgegeben.

Der Hersteller informiert die betroffenen Fahrzeughalter über die Umrüstung/ Nachrüstung ihres Fahrzeugs und gibt einen Zeitrahmen dafür vor. Abhängig vom Fahrzeugmodell kann dieser Zeitraum unterschiedlich sein. Für die Überprüfung der Teilnahme an der Rückrufaktion wird den Fahrzeughaltern von der ausführenden Werkstatt eine entsprechende Bescheinigung/Bestätigung ausgehändigt. Der Nachweis der Teilnahme erfolgt auf zweierlei Arten: Eine Bescheinigung, auf der die erfolgte Umrüstung bestätigt wird oder ein Eintrag in das Serviceheft des Fahrzeugs.

Im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) wird ab August 2017 beginnend mit dem VW Amarok überprüft, ob die von der Rückrufaktion betroffenen 2,46 Mio. Fahrzeuge an der vorgeschriebenen Umrüstung der Motorsteuerungssoftware teilgenommen haben und ob die zulässige Software der Motorsteuerung vorhanden ist.

Bei der Hauptuntersuchung wird der aktuelle Softwarestand der Motorsteuerung überprüft. Sollte festgestellt werden, dass sich die Software nicht auf dem aktuellen Stand befindet, wird ein erheblicher Mangel testiert. Dieser muss innerhalb eines Monats behoben werden. Die Grundlage für die Mangelbeurteilung ist der §29 StVZO Anlage VIIIa Punkt 6.8.2.2 (Ausführung – Zulässigkeit schadstoffrelevanter Bauteile/Abgasanlage).

Das bedeutet: 

  1.  Die betroffenen Autofahrer haben keine Probleme bei der HU, wenn Sie die Vorgaben des Herstellers erfüllen.
  2.  Wenn jemand sein Fahrzeug zur HU vorführt, bevor der Umrüstungszeitraum abgeschlossen ist, wird die Plakette erteilt.
  3.  Wenn jemand sein Fahrzeug vorführt, bevor der Hersteller mit der Umrüstung beginnt, wird die Plakette erteilt.
  4.  Wenn jemand die Umrüstung nicht vornimmt, obwohl dazu aufgefordert wurde, so wird bei der HU nach Ablauf der Umrüstungsfrist ein erheblicher Mangel festgestellt und keine Plakette erteilt. Dann gelten für die Behebung des Mangels die Regelungen der HU.
Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeug und Mobilität
T +49 30 760095-350