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Urlaubsschnäppchen sicher einkaufen: Worauf ist zu achten?

Ob Sonnenbrillen, T-Shirts oder Spielzeug: Urlauber kaufen gerne ohne große Überlegung Souvenirs oder Billigprodukte ein. Allerdings bergen diese oft Verletzungsgefahren und andere Gefahren für die Gesundheit. Worauf bei der Produktwahl zu achten ist, erklären die Produktsicherheitsexperten vom VdTÜV e.V.
©TÜV SÜD
©TÜV SÜD (Spielzeugprüfung)

Zuhause würde man die meistens minderwertigen Produkte nicht einmal anrühren. Die Hemmschwelle im Urlaub ist aber geringer. Da will man kein Spielverderber für die Familie sein und kauft Produkte, die gefallen oder gerade vor Ort benötigt werden - auch wenn man weiß, dass sie nicht ewig halten werden. Die schlechte Qualität von Billigprodukten ist das eine, aber manche Produkte sind auch gefährlich.

Auf CE-Kennzeichnung und GS-Zeichen achten

Verbraucherprodukte, die in der Europäischen Union verkauft werden, müssen den jeweils zutreffenden Normen und Richtlinien entsprechen und mit einer CE-Kennzeichnung gekennzeichnet sein. Die CE-Kennzeichnung ist eine Selbsterklärung, mit der der Hersteller erklärt, dass er die entsprechenden Normen eingehalten hat. Allerdings haben unabhängige Studien unter anderem von CEOC/IFIA gezeigt, dass auch CE-gekennzeichnete Produkte häufig mängelbehaftet sind.

Mehr Orientierung bietet Verbrauchern das GS-Zeichen. Das GS-Zeichen auf einem Produkt wird immer durch ein Logo z.B. vom TÜV ergänzt, dass als unabhängige Stelle das Produkt geprüft hat. Fehlt am Produkt die entsprechende Angabe über das Prüfinstitut am Prüfzeichen oder sind keine Hersteller- oder Importeur-Angaben angegeben, sollte vom Kauf generell abgesehen werden. Auch Bedienungs- und Warnhinweise müssen dem Produkt in mehreren Sprachen beigefügt sein. Riecht ein Produkt unangenehm nach Chemie oder Duftstoffen, enthält es oft Schadstoffe. Das Produkt sollte auch keine scharfen Ecken und Kanten aufweisen und nicht nach einer schlechten Verarbeitung aussehen. Bestehen hinsichtlich der Qualität und Sicherheit Zweifel am Produkt, sollte vom Kauf besser Abstand genommen werden.  

Tipps für beliebte Urlaubsschnäppchen: Textilien und Sonnenbrillen

Wer ein T-Shirt mit Städteaufdruck oder ein billiges Markenhemd auf dem Markt als Souvenir erwerben möchte, sollte es nach dem Kauf aus Hygienegründen und zur Vermeidung allergischer Reaktionen zunächst gründlich waschen, bevor es getragen wird. Das Waschen lässt erste Schadstoffe aus Textilen verschwinden.   

Sonnenbrillen sollten besser im Fachhandel gekauft werden. Zu groß ist das Risiko, dass es sich bei dem vermeintlichen Schnäppchen um eine minderwertige Brille mit Gläsern ohne UV-Schutz handelt. Die ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts ist für das menschliche Auge schädlich. Auch hier gilt: Innerhalb der EU auf das CE-Zeichen achten. Außerdem sollten an der Sonnenbrille Angaben wie „UV 400“ oder „100% UV-Schutz“ angegeben sein. Auf dem Brillengestell müssen die Tönungsklassen von eins bis vier angegeben sein. Als Autofahrer ist beim Kauf darauf zu achten, dass die Sonnenbrille höchstens die Klasse 3 beträgt. Auch die Sicht durch die Brille darf zu keinem verzerrten Bild führen, ist dies der Fall, sind die Brillengläser schlecht verarbeitet.  

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