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TÜV-Report 2011: Die Zukunft gewinnt

Ein Hybridfahrzeug holt erstmals die Goldene Plakette: Der Toyota Prius ist Sieger des TÜV-Report 2011. Bei den bis zu dreijährigen Fahrzeugen schnitt er am besten ab. Auch deutsche Pkw fahren ganz vorne mit. Der TÜV-Report ist bereits seit 40 Jahren der wichtigste Gebrauchtwagenratgeber.
Prius auf Platz 1: Der Toyota ist Sieger des TÜV-Report 2011. Er hat die wenigsten Mängel der bis zu dreijährigen Fahrzeuge.
Prius auf Platz 1: Der Toyota ist Sieger des TÜV-Report 2011. Er hat die wenigsten Mängel der bis zu dreijährigen Fahrzeuge.

Mit dem Toyota Prius gewinnt im TÜV-Report erstmals ein Fahrzeug mit alternativer Antriebstechnik den ersten Platz. Der japanische Hybridpionier liegt in der Altersgruppe der Dreijährigen an der Spitze - mit der niedrigsten Quote erheblicher Mängel von 2,2 Prozent. Den zweiten Platz teilen sich Toyota Auris, Mazda 2 und Porsche 911 mit 2,3 Prozent. Smart Fortwo (2,5 Prozent), VW Golf Plus (2,6 Prozent) und Ford Fusion (2,7 Prozent) sind ebenfalls in der Spitzengruppe. Die durchschnittliche Quote erheblicher Mängel aller geprüften Fahrzeuge steigt im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Punkte auf 19,5 Prozent. Ab Freitag, dem 17.12.2010 ist der AUTO BILD TÜV-Report an jeder TÜV-Station sowie im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Solide Datenbasis

Insgesamt 7.253.709 Hauptuntersuchungen im Zeitraum zwischen Juli 2009 und Juni 2010 werteten die TÜV-Experten für den TÜV-Report 2011 aus. Bereits an 5,5 Prozent aller Fahrzeuge, die bis zu drei Jahre alt waren und das erste Mal zur Hauptuntersuchung vorgeführt wurden, stellte der TÜV erhebliche Mängel fest (2010: 5,1 Prozent). An fünfjährigen Fahrzeugen wiesen 10,4 Prozent (2010: 9,9 Prozent) erhebliche Mängel auf, bei den Siebenjährigen 16,7 Prozent (2010: 14, 7 Prozent) und bei den Neunjährigen 21,4 Prozent (2010: 19,2 Prozent). Mit 26,0 Prozent bekam rund ein Viertel aller elfjährigen Fahrzeuge wegen erheblicher Mängel die HU-Plakette erst nach einem Besuch in der Werkstatt (2010: 24,1 Prozent). Insgesamt war jedes zweite Fahrzeug mängelfrei (52,2 Prozent), 28,2 Prozent aller geprüften Pkw fiel mit leichten Mängeln auf.

Auf keinen Fall bei der Wartung sparen

„Wir vermuten, dass der Anstieg der Mängelquote auch eine Auswirkung der Wirtschafts- und Finanzkrise ist“, erläutert Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV. „Auch in Zeiten knapper Kassen sollten Autofahrer aber auf keinen Fall bei der Wartung ihrer Fahrzeuge sparen.“ Wer regelmäßig mit seinem Auto eine Fachwerkstatt aufsucht und die Inspektionstermine wahrnimmt, hat schon viel für die Sicherheit auf den Straßen getan.

Erstaunliche Mängelraten an der Beleuchtung

Besonders viele Mängel fanden die TÜV-Prüfer an den Beleuchtungsanlagen, Vorder-und Hinterachsen sowie Bremsleitungen und Schläuchen. „Die über Jahre konstant hohen Mängelraten an der Beleuchtung sind erstaunlich“, erläutert Dr. Brüggemann. „Defekte Scheinwerfer sind von jedem Autohalter einfach zu erkennen und müssen auch sofort repariert werden.“ An den Beleuchtungsmängeln wird deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit den Fahrzeugen ist. „Die Warnlampe im Cockpit scheint häufig nicht auszureichen“ so Dr. Brüggemann. Doch nicht nur Autofahrer und Werkstätten sind in der Pflicht: Häufige Mängel, etwa an Vorder- und Hinterachse, können auch konstruktionsbedingt sein.

Toyota Prius holt die Goldene Plakette

Sieger des TÜV-Report 2011 ist der Toyota Prius. Von 100 geprüften Fahrzeugen fielen bei der ersten Hauptuntersuchung etwa zwei (2,2) durch. „Dieses gute Ergebnis für den Prius bedeutet ein wichtiges Signal für eine breitere Akzeptanz alternativer Antriebstechnologien“, erläutert Dr. Brüggemann. Der VdTÜV zeichnet den Toyota Prius am 25. Januar 2011 mit der Goldenen Plakette aus.

Japaner und Deutsche an der Spitze

Auch darüber hinaus schnitten die Modelle des japanischen Autoherstellers sehr gut ab: Insgesamt 17 Mal befindet sich Toyota unter den ersten zehn aller Altersgruppen. Wie auch in den vergangenen Jahren teilen sich die Marken aus Fernost und Deutschland die Top-Plätze im TÜV-Report. Die Stärke der deutschen Fabrikate zeigt sich bereits bei der ersten Hauptuntersuchung: Porsche 911 (2,3 Prozent erhebliche Mängel), Smart Fortwo (2,5 Prozent), VW Golf Plus (2,6 Prozent) und Ford Fusion (2,7 Prozent) liegen hier in der Spitzengruppe. Vorjahressieger Porsche belegt ab der zweiten Hauptuntersuchung konsequent den ersten Platz.

TÜV-Report: Seit 40 Jahren Gebrauchtwagenratgeber Nummer eins

Unter dem Titel „Wie sicher ist ihr Auto? – Der TÜV Rheinland berichtet“ erschien 1971 der erste TÜV-Report in Köln. Unter dem Dach des VdTÜV wurde die erste Ausgabe als „TÜV Auto-Report“ 1973 publiziert. 1998 begann die erfolgreiche Partnerschaft mit AUTO-BILD. Heute ist der AUTO BILD TÜV-Report unangefochten die Nummer eins auf dem deutschen Markt für Gebrauchtwagenratgeber. Herausgeber ist der Verband der TÜV e.V. gemeinsam mit dem TÜV SÜD, TÜV NORD, TÜV Hessen, TÜV Thüringen und TÜV Rheinland. „Die Autos der Deutschen sind über die Jahrzehnte besser geworden. Das wachsame Auge der TÜV-Prüfer und der TÜV-Report haben ihren Teil dazu beigetragen,“ erläutert TÜV-Report Chefredakteur Hartmut Müller-Gerbes.

Datenbasis Hauptuntersuchung

Im TÜV-Report werten die Experten die Ergebnisse der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Hauptuntersuchungen aus. Die Bewertungsgrundlage sind ausschließlich die Kriterien, die vom Prüfkatalog der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) definiert werden. Die Gruppierung der Fahrzeuge folgt den gesetzlich vorgeschriebenen Prüfintervallen. „An jedes Fahrzeug wird derselbe Maßstab angelegt“, erläutert Dr. Brüggemann, „Somit ist der TÜV-Report der einzige neutrale und objektive Gebrauchtwagenratgeber.“ Mit über 10 Millionen entfällt auf die TÜV–Unternehmen der größte Anteil der 25 Mio. Hauptuntersuchungen in Deutschland. 7.253.709 wurden für den TÜV-Report ausgewertet.

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