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TÜV-Report 2014: Deutsche Fahrzeuge auf den Spitzenplätzen / Hauptuntersuchung sorgt für Verkehrssicherheit

Der Sieger des TÜV-Report 2014 heißt Opel Meriva. Zum zweiten Mal in Folge ist damit ein deutsches Fabrikat auf dem ersten Platz der zwei- und dreijährigen Fahrzeuge. Insgesamt wurden im größten deutschen Gebrauchtwagenratgeber acht Millionen Hauptuntersuchungen (HU) von insgesamt 217 Fahrzeugmodellen statistisch ausgewertet. Die durchschnittliche Quote der erheblichen Mängel liegt bei 24,9 Prozent. Rund 60 Prozent aller Fahrzeuge waren mängelfrei.
TÜV-Report 2014
TÜV-Report 2014

„Beim TÜV-Report 2014 machen sich erstmals die gesetzlichen Änderungen bei der Hauptuntersuchung bemerkbar“, erläutert Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV. Um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen, sind nun mehr Mängel als erheblich eingestuft. Gleichzeitig steigt der Anteil der mängelfreien Fahrzeuge, weil die Prüfer die Möglichkeit haben, Empfehlungen im Prüfprotokoll zu dokumentieren, anstatt einen geringen Mangel zu vergeben. Der Gesetzgeber änderte die Anforderungen an eine Hauptuntersuchung in der StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) im Sommer 2012 mit der 47. Änderungs-Verordnung. „Neben der Einführung eines für alle Prüforganisationen einheitlichen „Mangelbaumes“ wurde die HU dem Stand der Technik angepasst und die Dokumentation der Prüfergebnisse wesentlich ausgeweitet“, so Dr. Brüggemann.

Gute Ergebnisse für deutsche Fahrzeuge

Deutsche Fabrikate liegen im TÜV Report auf den Spitzenplätzen: In der jüngsten Altersklasse der bis zu dreijährigen Fahrzeuge sind neben dem Opel Meriva auch der Porsche 911, BMW Z4, Audi Q5 und A3 sowie Mercedes Benz GLK unter den zehn Bestplatzierten vertreten. „Für die deutschen Hersteller steht Qualität an vorderster Stelle. Das schlägt sich in den guten Ergebnissen beim TÜV nieder“, erklärt Hartmut Müller-Gerbes, Chefredakteur des AutoBild TÜV Reports. Auf den zehn ersten Plätzen aller Altersgruppen befinden sich 26 deutsche Fabrikate sowie 25 Modelle aus Japan, wobei das Hybridmodell Toyota Prius sowohl nach fünf als auch nach sieben Jahren den ersten Platz belegt.

Anstieg der Mängel im Alter

Je älter ein Fahrzeug, umso häufiger stellen die TÜV-Experten sicherheitsrelevante Mängel fest. Von den zwei- bis dreijährigen Pkw fällt etwa jeder Zehnte (9,1 Prozent) wegen erheblicher Mängel durch die Hauptuntersuchung, von den zehn- bis elfjährigen jeder Dritte (33,3 Prozent). Der Anteil der Fahrzeuge ohne Mängel sinkt von 84,2 Prozent bei den zwei- bis dreijährigen auf 48,9 Prozent bei den zehn- bis elfjährigen. Stellt der Prüfer bei einer Hauptuntersuchung einen erheblichen Mangel fest, wird die Plakette erst dann erteilt, wenn dieser Mangel behoben ist. Der Anteil der Pkw, die als „verkehrsunsicher“ sofort stillgelegt wurden, beträgt 0,1 Prozent. Wird dieser Wert auf den Gesamtbestand aller Pkw in Deutschland hochgerechnet, sind rund 43.000 Fahrzeuge mit so gravierenden Sicherheitsmängeln unterwegs, dass sie nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen dürften.

Nur sicherheits- und umweltrelevante Mängel im TÜV-Report

Im TÜV-Report stehen die sicherheits- und umweltrelevanten Mängel im Vordergrund, wobei sie in die Gruppen Fahrwerk, Licht, Bremsen und Umwelt zusammengefasst sind. Auffällig häufig treten Mängel an der Beleuchtungsanlage auf: Bereits 7,0 Prozent der dreijährigen Pkw weisen hier Mängel auf, bei den elfjährigen ist jedes vierte Fahrzeug (24,9 Prozent) betroffen. „Bei der Beleuchtung sind vor allem die Autofahrer und die Werkstätten in der Verantwortung“, erläutert Dr. Brüggemann. „Mängel sind hier einfach zu erkennen und zu beheben.“ Dennoch gibt es auch eine positive Entwicklung: Trotz verschärfter Prüfbedingungen sind Mängel an den Beleuchtungsanlagen leicht zurückgegangen.

Je besser die Wartung desto weniger Mängel bei der HU

Der TÜV-Report zeigt: Das Sicherheitsniveau von Pkw in Deutschland ist hoch. Dafür sorgt auch das System der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung (HU). „Ohne unser leistungsfähiges System der technischen Überwachung wären die im TÜV Report dokumentierten Mängel unerkannt geblieben und hätten ein erhebliches Sicherheitsrisiko dargestellt“, erläutert Dr. Brüggemann. Jeder Fahrzeughalter kann etwas zur Verkehrssicherheit beitragen, indem er seinen Pkw regelmäßig in einer qualifizierten Werkstatt warten lässt.

Größter Gebrauchtwagenratgeber

„Der AutoBild TÜV Report ist ungeschlagen die Nummer Eins unter den Gebrauchtwagenratgebern. Neben einer detaillierten Beschreibung von insgesamt 217 Fahrzeugtypen, bieten wir umfangreiche Hintergrundgeschichten zu Werkstätten, Fälschungen von Ersatzteilen und den geänderten Regelungen bei der HU“, erläutert Hartmut Müller-Gerbes.

Der AUTO BILD TÜV Report ist ab 6.12.2013 zum Preis von 4,50 EURO im Zeitschriftenhandel und an den TÜV-Stationen erhältlich. Herausgeber ist der Verband der TÜV e. V., gemeinsam mit dem TÜV Hessen, TÜV NORD, TÜV Rheinland, TÜV SÜD und TÜV Thüringen.

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